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Heinrich Neumann

Heinrich Neumann (* 28. September 1878 in Dinslaken; † 7. Februar 1963 in Rehe) war Evangelist aus einer Brüdergemeinde und wurde später Hausvater im Christlichen Erholungsheim Rehe.

Heinrich Neumann war zuerst ein Evangelist und ein Pionier der Zeltmission, der vor allem im Ruhrgebiet und Westerwald missionierte. Er stammte aus Dinslaken und war von 1927 bis 1946 führendes Mitglied in der Offenen Brüdergemeinde Berlin-Hohenstaufenstraße. Unter seiner Leitung fand diese Gemeinde den völligen Anschluss an die Offenen Brüdergemeinden und dann auch in den BfC und BEFG. Im November 1937 fand in der Hohenstaufenstraße dann auch die entscheidende Konferenz statt, auf der der Beitritt der Offenen Brüdergemeinden zum BfC beschlossen wurde. Schon bei dem Vorgespräch zu dieser Tagung in Kassel am 20. August war Heinrich Neumann anwesend. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, kam es auch bald zu vielen Bombenangriffen auf Berlin. Zuerst fiel die Wohnung der Familie Neumann den Angriffen zum Opfer, dann traf es auch das große Gemeindehaus. 1941 wählte man ihn in die Bundesleitung des BEFG, wo er in der Abteilung „Mission, Evangelisation“ mitarbeitete. Ab 1945 wurde Heinrich Neumann Hausvater des „Christlichen Erholungsheimes, Westerwald“ in Rehe, das zuerst einmal nur aus einem halbzerstörten RAD-Lager bestand. Heinrich Neumann sorgte in dieser schweren Zeit für die Instandsetzung der Baracken und den weiteren Ausbau. 1946 arbeitete Neumann in der Abteilung „Bruderhilfe“ des BEFG mit und gehörte nach Gründung des „Freien Bruderkreises“ 1949 zum Vertrauensbrüderkreis der „Freien Brüder“. Nach längerem Krankenlager ist Heinrich Neumann am 7. Februar 1963 in Rehe verstorben. (Hartmut Wahl)

Oncken-Archiv Elstal, Akte Bundesleitung 1938-1941.

Hugo Hartnack, Heinrich Neumann zum Gedächtnis, in: Die Botschaft, 1963/7, S 110f.

Gerhard Jordy, Die Brüderbewegung in Deutschland, Bd. 2, 1981, S. 130f. 138-140; Bd. 3, 1986, S. 450 und Register.

Friedhelm Menk, Die Brüderbewegung im Dritten Reich. Das Verbot der „Christlichen Versammlung“ 1937, Bielefeld 1986, S. 116.127.193.220.

Hartmut Kretzer (Hg.), Quellensammlung zum Versammlungsverbot des Jahres 1937 und zur Gründung des BfC, Neustadt/Weinstraße 1987, S. 39.48.124f.127f.184.

Andreas Liese, Verboten, geduldet, verfolgt, Hammerbrücke ² 2003, Register (642 S.).

R. Assmann, Der BEFG in der DDR. Ein Leitfaden zu Strukturen – Quellen – Forschung (Baptismus-Studien 6), Kassel 2004, S. 165.

Gerhard Jordy/Joachim Pletsch (Hg), Weil ER Gemeinde baut. 60 Jahre Freier Brüderkreis 1949-2009, Dillenburg 2009, S. 105.109.141.

A. Liese, Aus der Enge in die Weite - Die Entstehung des BEFG 1941/42 (aus Sicht der Brüdergemeinden), in: R. Assmann/A. Liese (Hg), Unser Weg - Gottes Weg? (Baptismus-Dokumentation Bd. 5), 2015, S. (39-81) 54.

Hartmut Wahl (Hg), Aufzeichnungen und Erinnerungen von Johannes Warns (1874-1937). Bd. 2: 1919-1937 in Wiedenest, Hammerbrücke 2021, Register.

Hartmut Wahl, Kein bedingungsloser Gehorsam. Karl von Rohr-Levetzow ausgelöscht und vergessen, Hammerbrücke 2022, Register.

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