rockschies

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 {{  :friedrich_rockschies-2.jpg?nolink&200x296|friedrich_rockschies-2.jpg}}Geboren in Ostpreußen, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen und aus der lutherischen Kirche kommend fand Rockschies durch Prediger Gottlieb Kuczewski Anschluss an die Baptisten in Lyck/Ostpreußen. Von ihm wurde er 1891 getauft. "Wie viele andere Ostpreußen ging er nach Gelsenkirchen, wo er als Bergmann arbeitete und durch August Broda geprägt wurde, dessen Schwager er später wurde" (Frank Fornaçon). Er empfahl ihn ans Seminar nach Hamburg. Nach dem Studium am Seminar von 1899-1903, wurde er Baptistenpastor in Bremen 1903-1907, Königsberg-Klapperwiese 1907-1919 und Berlin-Schmidtstraße 1919-1945. Seit 1930 in der Bundesverwaltung tätig, wurde er 1933-1936 einer der drei Bundesältesten. Von 1936-1945 diente er als 1.Vorsitzender der Bundesleitung. Er förderte die Evangelisation und die Zusammenführung von Baptisten-, Brüder- und Elimgemeinden. "Besonders in der Zeit des Krieges verstand sich Rockschies als Seelsorger des Bundes. International vertrat er den Bund auf den Kongressen des Weltbundes in Berlin 1934 und gemeinsam mit H. Luckey und P. Schmidt in Atlanta/USA 1939 kurz vor Ausbruch des Krieges. Die Zerstörung der Kapelle und seiner Wohnung 1943 brachen den Lebenswillen von Rockschies, der schließlich an Unterernährung starb" (F. Fornaçon). Er legte im Sommer 1945 ein ergreifendes Schuldbekenntnis ab, das damals kaum bekannt und erst von Heinz Szobries 2013 in Baptismus-Dokumentation Bd. 3 veröffentlicht wurde. {{  :friedrich_rockschies-2.jpg?nolink&200x296|friedrich_rockschies-2.jpg}}Geboren in Ostpreußen, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen und aus der lutherischen Kirche kommend fand Rockschies durch Prediger Gottlieb Kuczewski Anschluss an die Baptisten in Lyck/Ostpreußen. Von ihm wurde er 1891 getauft. "Wie viele andere Ostpreußen ging er nach Gelsenkirchen, wo er als Bergmann arbeitete und durch August Broda geprägt wurde, dessen Schwager er später wurde" (Frank Fornaçon). Er empfahl ihn ans Seminar nach Hamburg. Nach dem Studium am Seminar von 1899-1903, wurde er Baptistenpastor in Bremen 1903-1907, Königsberg-Klapperwiese 1907-1919 und Berlin-Schmidtstraße 1919-1945. Seit 1930 in der Bundesverwaltung tätig, wurde er 1933-1936 einer der drei Bundesältesten. Von 1936-1945 diente er als 1.Vorsitzender der Bundesleitung. Er förderte die Evangelisation und die Zusammenführung von Baptisten-, Brüder- und Elimgemeinden. "Besonders in der Zeit des Krieges verstand sich Rockschies als Seelsorger des Bundes. International vertrat er den Bund auf den Kongressen des Weltbundes in Berlin 1934 und gemeinsam mit H. Luckey und P. Schmidt in Atlanta/USA 1939 kurz vor Ausbruch des Krieges. Die Zerstörung der Kapelle und seiner Wohnung 1943 brachen den Lebenswillen von Rockschies, der schließlich an Unterernährung starb" (F. Fornaçon). Er legte im Sommer 1945 ein ergreifendes Schuldbekenntnis ab, das damals kaum bekannt und erst von Heinz Szobries 2013 in Baptismus-Dokumentation Bd. 3 veröffentlicht wurde.
  
-//Bedeutung//: Durch seinen frühen Tod im Herbst 1945 geriet Rockschies rasch in Vergessenheit. Bedeutsam bleibt jedoch seine Einsicht, dass das Blut Jesu nicht zum Fluch sondern zur Erlösung über den Menschen kommt. Obgleich er wie andere Äußerungen zeigen noch tief im im antisemitischen Denken seiner Zeit verstrickt war, nahm er doch an dieser Stelle einen Gedanken des christlich-jüdischen Dialogs vorweg, der erst in den 1960er Jahren zur Sprache kam (//Ein Volk im Selbsturteil, in Wort und Werk März 1940//). Und zweitens bleibt bedeutsam, dass er der Frage nach der Schuld (im Blick auf die NS-Zeit und den Holocaust) nicht auswich sondern sie im Unterschied zu Paul Schmidt und anderen bejahte. (//RF nach F. Fornaçon, und weiter ergänzt//)+//Bedeutung//: Durch seinen frühen Tod im Herbst 1945 geriet Rockschies rasch in Vergessenheit. Bedeutsam bleibt jedoch seine Einsicht, dass das Blut Jesu nicht zum Fluch sondern zur Erlösung über den Menschen kommt. Obgleich er wie andere Äußerungen zeigen noch tief im antisemitischen Denken seiner Zeit verstrickt war, nahm er doch an dieser Stelle einen Gedanken des christlich-jüdischen Dialogs vorweg, der erst in den 1960er Jahren zur Sprache kam (//Ein Volk im Selbsturteil, in Wort und Werk März 1940//). Und zweitens bleibt bedeutsam, dass er der Frage nach der Schuld (im Blick auf die NS-Zeit und den Holocaust) nicht auswich sondern sie im Unterschied zu Paul Schmidt und anderen bejahte. (//RF nach F. Fornaçon, und weiter ergänzt//)
  
 //Nachruf in: Die Gemeinde 1946, Nr. 1, S. 2f.// //Nachruf in: Die Gemeinde 1946, Nr. 1, S. 2f.//
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  • von rfleischer